Lastenaufzug
Beschreibung
Aufzug
Dieser Lastenaufzug dient dem Transport von kleineren Gerätschaften sowie Müll. Der Umweg über das Treppenhaus und die damit verbundene zusätzliche Verschmutzung entfallen dadurch. Im Zuge des Umbaus (Erweiterung) der Bastelwerkstatt wurde die erste Variante des Lastenaufzugs demontiert. Inzwischen existiert daher eine zweite Version.
Der Lastenaufzug verfügt über zwei unabhängige, parallel verlaufende Tragseile mit einer Stärke von jeweils 6 mm. Ein Tragseil dieser Marke kann ein maximales Gewicht von einer Tonne tragen. Das Beförderungsgewicht beträgt etwa 500 kg, kann jedoch bis zu 2.000 kg erreichen. Der Lastenaufzug ist standardmäßig unauffällig im Kellerschacht positioniert und lässt sich nur vom Keller aus oder direkt aus der Aufzugskabine steuern.
Zu Beginn konnte die zweite Version des Aufzugs sowie die Beleuchtung der Bastelwerkstatt über eine Fernbedienung gesteuert werden. Diese Funktionalität wurde jedoch aus Sicherheitsgründen wieder entfernt, da der Antrieb mit dem gekoppelten Schneckengetriebe und den Umlenkrollen (doppelte Kraft) eine erhebliche Leistung besitzt.
Absturzsicherung
Der Lastenaufzug verfügt über eine Absturzsicherung, die bereits aktiviert wird, wenn eines der beiden Tragseile an Spannung verliert oder reißt. An jedem Tragseil sind zwei Führungsrollen angebracht, die die Seilspannung überwachen. Die Absturzsicherung wird mithilfe eines Gewichts ausgelöst.
Die Führungsrollen sind mit einem vertikalen Gelenk ausgestattet, sodass die Bremse bereits auslöst, wenn ein Tragseil nicht mehr unter Spannung steht oder gerissen ist. Die maximale Absturzhöhe beträgt 25 Zentimeter. In den Führungsschienen ist deshalb alle 25 Zentimeter beidseitig ein Sicherheitsstift (Inbusschraube) angebracht. Nachdem die Absturzsicherung ausgelöst hat, kann der Lastenaufzug nicht mehr nach unten bewegt werden, bis das Problem behoben ist.
Da der Aufzug kein Gegengewicht besitzt, ist eine Notbremse für die Aufwärtsbewegung nicht erforderlich. Ein Aufzug mit Gegengewicht könnte hingegen unkontrolliert nach oben beschleunigen.
In dem folgenden Video wird vermutet, dass die Welle zwischen Antrieb bzw. Getriebe und Drahtseilwinde gebrochen ist. Zudem war das Gegengewicht schwerer als die Aufzugkabine und die einzelne Person (Energieoptimierung). Da die Steuerung die Türen öffnete, lässt sich darauf schließen, dass der Motor ausgeschaltet oder das Bremssystem (z.B. die Motorbremse) aktiviert war. Diese Vermutung wird durch die konstante Beschleunigung des Aufzugs nach oben unterstützt. Täglich nutzen über 7 Milliarden Menschen sicher Personenaufzüge.
Fahrstuhl rast in Hausdach |
Wassersensoren
Bei diesem Aufzug sind keine Wassersensoren erforderlich, da sich die Steuerung im Kellergeschoss befindet. Dies gilt auch für hydraulische Aufzüge, die nur wenige Stockwerke bedienen. Sollte das Kellergeschoss überflutet werden, könnte die Steuerung durch Kurzschluss oder Erdschluss ausfallen, wodurch eine Benutzung des Aufzugs nicht mehr möglich wäre.
In Israel ist ein Paar in einer Aufzugskabine durch Hochwasser ertrunken. Bei einem Seilaufzug in einem Hochhaus befinden sich der Motor und die Hauptsteuerung im obersten Stockwerk. In diesem Fall fuhr der Aufzug bis ins Kellergeschoss, wo die Steuerung im Aufzug schließlich unter Wasser stand. Sie fiel daraufhin komplett aus, und die Türen öffneten sich nicht mehr. Die Kabine füllte sich langsam mit Wasser, wodurch die Personen ertranken.
Steuerung
Der Drehstrommotor wird durch eine einfache Wende-Schützschaltung im Tippbetrieb und durch Endschalter (für die Positionen 'Aufzug oben' und 'Aufzug unten') gesteuert. Zur Gewährleistung der Sicherheit bei Feuchtigkeit wurde der Steuerstromkreis mit Wechselstrom (24 Volt) und der Hauptstromkreis mit Drehstrom (400 Volt) ausgeführt.
Zusätzlich wurde ein Hauptschutz für die Selbsthaltung und den Notausschalter installiert. Sollte eines der beiden Schütze in der Wende-Schützschaltung nicht mehr öffnen (zum Beispiel aufgrund verschmolzener Kontakte), kann der Drehstrommotor trotzdem sicher abgeschaltet werden.
Die Verkabelung der Steuerung wirkt etwas provisorisch, da sie dreimal geändert wurde (Version 1, Fernbedienung und Version 2). Sie entspricht jedoch den italienischen Vorschriften für Elektrik.
Antrieb
Der Antrieb verwendet einen Drehstrommotor mit einer Leistung von etwa 1.200 Watt. Er läuft im Sternbetrieb (maximale Spannung der Motorwicklungen: 230 V) und ist direkt mit einem Schneckengetriebe gekoppelt, wodurch keine zusätzliche Motorbremse erforderlich ist.
Bei einem Stromausfall stoppt der Aufzug sofort. Die Tragseilwinde ist direkt mit einem Schneckengetriebe (Steigung) gekoppelt, wodurch keine zusätzliche Motorbremse erforderlich ist. Da der Aufzug bereits über 10 Jahre in Betrieb ist, wurde das Schneckengetriebe zur Optimierung ausgetauscht.
Optimierung
Wie bereits erwähnt, ist dieser Kleingüteraufzug seit über 10 Jahren im Einsatz. Es war daher an der Zeit, einige Wartungsarbeiten durchzuführen. Der komplette Antrieb, einschließlich Motor und Schneckengetriebe, wurde ausgebaut. Die Komponenten waren noch in einwandfreiem Zustand, da das Schneckengetriebe unter anderem in Öl läuft.
Im Lager war seit einiger Zeit ein leistungsstärkeres Schneckengetriebe verfügbar, das nun eingebaut wurde, ebenso wie ein neuer Antriebsmotor. Dadurch hat sich die Geschwindigkeit des Aufzugs um etwa 25 % erhöht. Das neue Schneckengetriebe hat eine andere Steigung, weshalb zusätzlich eine Motorbremse erforderlich ist. Diese Bremse wird auch bei einem Stromausfall aktiviert.
Dieser Motor hat jetzt eine Drehzahl von 2.860 U/min, eine Leistungsaufnahme von 1.100 Watt und läuft im Sternbetrieb.
Fotos
Version 1
Version 2
Konstruktion
Optimierung
Videos
Lastenaufzug (Version 2) |
Komponenten
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